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Autark unterwegs mit Marc und Janine

Autark unterwegs mit Marc und Janine

Autarkie im VW T3: Mehr Freiheit beim Freistehen mit einem durchdachten Stromsetup

Wir sind Marc und Janine. Gemeinsam mit unserer Hündin Elli sind wir am liebsten dort, wo es ruhig ist und kaum jemand anderes hinkommt. Marc ist seit 17 Jahren im Van unterwegs und hat unseren T3 komplett selbst ausgebaut. 

Was uns antreibt? Die Freiheit. Keine festen Pläne, keine Campingplätze, kein Wecker. Einfach losfahren und schauen, was kommt.

Freistehen ist für uns der Kern des Camperlebens. Nicht, weil wir Campingplätze grundsätzlich vermeiden, sondern weil die schönsten Plätze oft dort liegen, wo es keine Steckdose gibt. Mit Hund ist das für uns noch mal wertvoller. Weniger Trubel, mehr Ruhe, mehr Platz.

Letzten Winter waren wir drei Monate in Griechenland unterwegs, zu zweit mit unserer Hündin Elli. Viel Meer, ein bisschen Berge, oft einfach nur Ruhe. Und fast immer frei stehen, ohne festen Plan.

Damit das entspannt funktioniert, braucht es ein Stromsetup, das zuverlässig im Hintergrund läuft. Technik ist für uns kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafür, morgens aufzuwachen und einfach zu bleiben, wenn der Platz passt.

Der VW T3 „Stulle“ als Reisebegleiter

„Stulle“ ist unser restaurierter und selbst ausgebauter VW T3. Kein vollintegriertes Hightech-Wohnmobil, sondern ein Klassiker, der bewusst klein geblieben ist. Gerade diese Mischung macht das Reisen für uns so angenehm: Stulle ist kompakt, hat aber Technik wie ein großer Camper und genau damit kommen wir dahin, wo die großen Camper stehen bleiben. Autarkie bedeutet für uns nicht, möglichst viele Geräte mitzunehmen. Es bedeutet, unabhängig zu sein. Von Landstrom, von Zeitdruck und vom Zwang, den Stellplatz nach Infrastruktur auszuwählen.

Solar auf dem Dach: unauffällig, leicht und alltagstauglich

Auf dem Dach sitzt ein SOLA Flex Solarmodul mit 160 Watt Peak. Wir haben ein Aufstelldach, und genau deshalb war uns eine Sache besonders wichtig: Das Modul darf nicht zu schwer sein, damit sich das Dach weiterhin leicht und sauber aufstellen lässt.

Dazu kommt, dass das Dach leicht gebogen ist. Flexible Module passen sich dieser Form deutlich besser an als starre Rahmenmodule. Das SOLA Flex wird geklebt und bleibt flach. Für die Kabeldurchführung braucht es nur ein kleines Loch. So bleibt die Fahrzeughöhe weiterhin alltagstauglich.

Im Alltag deckt das Dachmodul unseren Grundbedarf. Im Winter zeigt sich aber schnell die typische Grenze: tief stehende Sonne, kürzere Tage und Schatten durch Klappdach Dachbox oder Bäume. Wenn wir frei stehen, wollen wir nicht ständig umparken, nur um ein paar Watt mehr zu bekommen.

Mobile Solarenergie: flexibel, wenn der Stellplatz Schatten hat

Genau deshalb gehört bei uns immer ein mobiles Panel dazu, in Form einer Solartasche mit 140 Watt Peak. Der große Vorteil ist nicht die Zahl auf dem Papier, sondern die Flexibilität. Stulle kann im Schatten stehen, während das Panel in der Sonne steht. Gerade beim Freistehen ist das oft der Unterschied zwischen „geht so“ und „läuft entspannt“.

In der Praxis kann ein gut ausgerichtetes mobiles Panel über den Tag sehr viel liefern, weil wir es konsequent in den bestmöglichen Winkel zur Sonne bringen. Damit wird unser Setup deutlich unabhängiger vom Stellplatz.

Die Batterie als Puffer: Energie speichern, wenn sie verfügbar ist

Im Innenraum arbeitet eine Lithiumbatterie von WATTSTUNDE mit 150 Ah als Versorgerbatterie. Lithium ist im Camperalltag vor allem dann stark, wenn die Ladefenster klein sind. Unsere Batterie nimmt Ladung schnell an, ist zyklenfest und spart Gewicht. Genau das hilft beim Freistehen, wenn Sonne und Wetter nicht immer mitspielen.

Die Batterie ist das Herzstück unseres Stromsystems. Hier wird die Energie gesammelt, gespeichert und genau dann abgegeben, wenn wir sie brauchen. Das gilt nicht nur nachts oder bei schlechtem Wetter, sondern auch dann, wenn gerade Solar zur Verfügung steht.

So bleibt der Alltag entspannt: Licht am Abend, Geräte laden, morgens starten, ohne zuerst an die nächste Steckdose denken zu müssen.

Laderegler und Überblick: weniger rechnen, mehr Gefühl bekommen

Damit Solarstrom zuverlässig im Akku ankommt, braucht es einen passenden Laderegler. Bei uns arbeitet ein MPPT-Regler. Er optimiert den Ertrag auch bei wechselnden Bedingungen.

Genauso wichtig wie die Hardware ist für uns der Überblick. Beim Freistehen wollen wir nicht ständig nachrechnen, aber wir möchten wissen, was passiert. Was kommt rein. Was geht raus. Reicht es entspannt, oder ist heute ein sparsamer Tag.

Am besten klappt das über App. Sobald ein Gefühl für den eigenen Verbrauch da ist, wird Autarkie deutlich einfacher.

Unsere Tipps fürs Freistehen, die im Alltag wirklich helfen

Ein gutes Setup ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte ist Verhalten. Ein paar einfache Entscheidungen machen oft mehr aus als die nächste Komponente.

  • LED statt Halogen: Warmweiße LEDs sparen Strom und machen es trotzdem gemütlich.

  • Einstrahlwinkel bewusst nutzen: Ein Solarpanel liefert nur dann gute Erträge, wenn es richtig zur Sonne steht. Ein einfacher Trick hilft beim Ausrichten: Steckt man einen Stift ins Panel, stimmt der Winkel, wenn kein Schatten mehr zu sehen ist.

  • Auch die Fahrt zum Laden nutzen: Im Winter oder bei schlechtem Wetter ist Solar nicht immer genug. Ein Ladebooster kann die Fahrzeit nutzen, um den Akku zuverlässig nachzuladen.

  • Fest plus mobil schlägt nur fest: Der Mix aus Dachmodul für den Grundbedarf und mobilem Panel für den optimalen Platz in der Sonne macht Freistehen deutlich entspannter.

  • Verbrauch kennen statt raten: Wer kurz in die App schaut und den eigenen Alltag versteht, spart sich Stress.

Das nächste Winter Kapitel ist schon geplant

Das Setup schafft für uns heute vor allem eins: Freiheit. Es ermöglicht uns, dort zu stehen, wo es schön ist, und zu bleiben, wenn es sich gut anfühlt. Genau das ist der Kern des Freistehens.

Gleichzeitig ist unser Setup im Winter an seine Grenzen gekommen. Kurze Tage, tief stehende Sonne, Schatten und längere Phasen mit grauem Wetter sind genau die Momente, in denen sich zeigt, was wirklich fehlt und was nur „nice to have“ ist.

Und genau deshalb geht es jetzt weiter. Bis zum nächsten Winter optimieren wir unser System Schritt für Schritt und passen es so an, dass Freistehen auch bei schwierigen Bedingungen entspannt bleibt.

Unser Ziel: Vollständige Autarkie. Ob wir es schaffen, den kleinen VW T3 Stulle zum Strom- Perpetumobil umzubauen? 

Bleib dran und erfahre, wie wir das Setup weiterentwickeln und für den nächsten Winter fit machen.

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